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Terrex präsentiert sich auf archäologischer Berufsmesse ARCHÄOWORKS in Berlin

Bei der vom 20.-22.11.2009 an der FU Berlin stattfindenden archäologischen Berufsmesse ARCHÄOWORKS nahm auch die Terrex gGmbH teil. Auf Einladung des Veranstalters stellten Geschäfstführer C. Kaster und Projektleiter „Hunnenring“, Dr. T. Fritsch die Organisation und Struktur der gemeinnützigen Terrex gGmbH dem interessierten Publikum vor. Mit Interesse wurde die innerhalb der archäologischen Berufswelt als Ausnahme einzustufende Terrex aufgenommen, stellt sie doch ein Erfolgsrezept für kommunale Träger archäo-touristischer Maßnahmen dar.

So verwunderte es nicht, dass auch nach dem Vortrag Interessierte spezielle Nachfragen zu den Ausführungen der Vortragenden hatten……

10 Jahre archäologische Forschungen im Projekt Ringwall

Eigentlich sind es schon 11 Jahre, aber unter diesem Thema referierte der Projektleiter am „Hunnenring“ Dr. T. Fritsch am 7. Oktober 2010 vor nahezu 100 interessierten Zuhörern in Schwarzenbach über das Vergangene der letzten Dekade. Der vor allem auf historische Zusammenhänge ausgerichtete Vortrag eröffnete dem Publikum teils neue Sichtweisen auf die historischen Abläufe in unserer Heimatregion.

Nach 10 Jahren lässt sich in vielen Teilen ein neues Bild von der Historie nachzeichnen, dass gleichzeitig neue, spannende Fragen für die Zukunft aufweist. Die Erforschung des Raumes um den Hunnenring, sowie des Denkmals selbst, lässt weiterhin auf spektakuläre Entdeckungen hoffen, wie das erstmals der Öffentlichkeit präsentierte und erst kürzlich ergrabene spätkeltische Adelsgrab von Hermeskeil „Ringgraben“ eindrücklich beweist.

Zu den Ergebnissen werden im Jahr 2010 zwei Monografien  erscheinen, in denen die Forschungsergebnisse sowohl der Fachwelt, als  auch dem Laienpublikum spannend vorgestellt werden.

Die Grabungen in Hermeskeil,  Flur Im “Ringraben”

In der Zeit vom 31.08. bis zum 02.10.2009 grub die Terrex gGmbH, in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Landesmuseum Trier, auf der Flur Im Ringgraben bei Hermeskeil ein Brandgräberfeld aus, dessen Belegungsdauer von der späten LaTène-Zeit bis in die frühe römische Kaiserzeit reicht. Bereits im Vorjahr wurde auf dem gleichen Acker eine Notgrabung durchgeführt, nachdem Mitarbeiter dort, bei einer Feldbegehung, ausgepflügte Gefäße entdeckt hatten. Wodurch zu erkennen war, dass die vorliegenden Gräber in absehbarer Zeit, durch Pflugeinwirkung völlig zerstört wurden.

Im Verlauf dieser beiden Grabungen stieß man auf  insgesamt 45 Gräber und 11 Brandgruben. Die Brandgruben stellen die Überreste der Scheiterhaufen dar, welche zur Verbrennung der Toten dienten. Die vorgefundenen Gräber lassen sich in zwei Typen unterteilen, zum einen handelt es sich um Urnenbestattungen und zum anderen um Gräber ohne Urne in denen der Leichenbrand wohl in organischen Behältern, zum Beispiel Beuteln aus Stoff, niedergelegt wurde. Von den organischen Behältern konnten jedoch keine Reste geborgen werden, da diese im Laufe der Zeit völlig vergangen sind. Die Gräber waren daneben mit, den für die damalige Zeit typischen, Gefäßbeigaben ausgestattet und enthielten des weiteren Schmuck und Trachtgegenstände aus Bronze oder Eisen.

Eine Sensation stellte die Bestattung eines Adeligen aus der späten LaTène-Zeit dar. Das Grab enthielt neben einem zwölfteiligen Geschirrsatz, eine importierte römische Weinamphora und die Waffenausstattung des Verstorbenen bestehend aus einem Schwert, einer Axt und einem Schild, von dem jedoch nur die Schildfessel erhalten ist. Das Schwert, welches noch in der dazugehörigen Scheide Steckte, war rituell zerstört, das heißt verbogen, worden bevor es in das Grab gelangte. Die beigegebene Axt stellt eine für den Hochwald eigentümliche Waffenausstattung dar.

Das Fundspektrum des Gräberfeldes lässt bis jetzt auf eine Belegungsdauer vom zweiten vorchristlichen Jahrhundert bis ins dritte nachchristliche Jahrhundert schließen. Auf Grund dieses großen Zeitrahmens sind im umliegenden Bereich der Grabungen noch eine Reihe weiterer Gräber zu erwarten.

Daher wäre eine Fortsetzung der Grabungsaktivitäten am Gräberfeld und an der nur circa einhundert Meter entfernten Schanzanlage, durchaus wünschenswert. Zum einen um die Beziehung zwischen Gräberfeld und Schanzanlage zu klären und zum anderen um die Verbindungen zum benachbarten Hunnenring von Otzenhausen klären zu können. Wir hoffen daher auf eine Weiterführung, der bisher gut geglückten und ergiebigen, Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten.

Es sei an dieser Stelle noch allen Grabungsmitarbeitern, sowie allen Unterstützern bei den Landkreisen und dem Rheinischen Landesmuseum gedankt, die diese Grabung ermöglicht und bei der Umsetzung mitgewirkt haben.

Das Grabungsteam

von Links, Dr. Thomas Fritsch, Achim Köcher, Bastian Riesinger, Horst Zwetsch, Volker Strack, Alexander Metternich

Magdalena Meyer, Franziska Mathieu, Anna Scheffler

Keltenevent wirft seine Schatten voraus.

Derzeit laufen die Planungen für das Keltenfest „CELTOI“ 2009 am Hunnenring auf vollen Touren. Die Terrex ist als Mitveranstalter mit der künstlerischen Leitung des Festes betraut.

Zehn Gruppen und zahllose Einzeldarsteller keltischen Lebens aus mehreren europäischen Ländern wurden engagiert. Die rund 150 Teilnehmer reisen aus Deutschland, Frankreich, England und Tschechien zu dem Event – übrigens eines der größten in Deutschland -, an.

Schwerpunkt wird in diesem Jahr die Vermittlung und Darstellung  keltischen Lebens sein. Im Gegensatz zu den üblichen „Festen“ können bei CELTOI die Besucher an zahlreichen Workshops (Gebühr) teilnehmen. Vom Seilmacher über den Bogenbauer, Silberschmied, Brettchenweberin, Glasperlenmacher bis zum Saphrophelit Schnitzer – alle Aktionen kann Mann/ Frau selbst mitmachen. Eine Stunde bis zu zwei Tagen dauern die Workshops. Eine einmalige Chance, einmal selbst in die Welt unserer Vorfahren abzutauchen. Viele Angebote auch für Kinder! Weitere Infos, genaues Programm und – teils notwendige Voranmeldung – unter:

www.nonnweiler.de

 

Das Fest findet statt am 27. und 28. Juni 2009, jeweils 10-18 Uhr, ganztags keltische Musik, Kampfvorführungen, Führungen zum Ringwall „Hunnenring“, Händlerstrasse, samstagsabends keltische Musik mit Woltähr Liederschmidt. Das Festival eigene Keltenbier wartet auf durstige Besucher…

Dr. T. Fritsch von der Terrex gGmbH wird an beiden Tagen durch das Programm führen. Eintritt 5€ p.P. Kinder unter Schwertmaß, Eintritt frei!

Tagung Montanarchäologie

Rund 45 Wissenschaftler waren der Einladung des Arbeitskreises Montanarchäologie nach Otzenhausen gefolgt. Am 31.10. 2008 und am 1.11.2008 fand dort eine Zusammenkunft von Forschern verschiedenster Wissenschaftssparten zum Thema vorgeschichtliche Metallgewinnung und –verarbeitung statt.

a_Montanarchao

Im Mittelpunkt standen neueste Untersuchungen zu Funden vom Ringwall Otzenhausen und aus dessen Nachbarschaft.

Die aus ganz Süddeutschland und Frankreich angereisten Teilnehmer erfuhren von der Bedeutung der Keltenfestung „Hunnenring“ und nicht selten wurde Bereitschaft zur zukünftigen Zusammenarbeit signalisiert.

 

Der Samstag diente einer Exkursion der besonderen Art. Unter Leitung von Dr. A. Kronz, Uni Giessen, wurden Denkmäler der Eisengewinnung und –verarbeitung im Bereich westlich des Hunnenrings besucht. Hierbei konnten vor allem die Archäologen wichtige Erkenntnisse zur Ressourcenforschung und Metallverarbeitung der Kelten und Römer gewinnen. Dr. Thomas Fritsch, Projektleiter der Terrex gGmbH vermittelte den Gästen zusätzliche Informationen zu den Arbeiten der Terrex.

Berlin

„Ringwall goes Berlin“ – Eine Nachlese

Zum Tag des Deutschen Einheit präsentierte sich das Terrex Projekt Ringwall den Berlinern in der Landesvertretung des Saarlandes. Zusammen mit den anderen Kelten-Highlights unserer Region fand eine eindrucksvolle Darstellung der keltischen Kultur und deren Forschungsprojekte statt. Für potentielle Besucher hielten der Geschäftsleiter der Terrex gGmbH, C. Kaster Projektleiter Dr. T. Fritsch zahlreiche Broschüren, Flyer und sonstige Informationen parat. Über 13.500 Besucher liessen die Räumlichkeiten schier aus den Nähten platzen.

Mit Unterstützung des Freundeskreis keltischer Ringwall e.V. konnte ein lebendiges Bild vom Leben unserer Vorfahren vermittelt werden. Den ehrenamtlichen Teilnehmern aus der Keltengruppe hierzu ein herzliches Danke-Schön!

Ringwall went to Berlin

Nachlese auf die Terrex Präsentation in Berlin am 3. Oktober 2008: Neben anderen archäologisch-keltischen Highlights des Saarlandes präsentierte sich die Terrex mit einem kombinierten Werbe- und Infostand in der Landesvertretung des Saarlandes. Eine neu gestaltete Ausstellung und zahlreiche Gegenstände keltischer Natur vermittelten ein lebendiges Bild vom „Hunnenring“. Durch die Unterstützung der Mitglieder unseres Freundeskreises konnte zudem den Berliner Gästen ein lebendiges Bild geboten werden. Mehr als 13.000 Besucher ließen diesen Tag in der Bundeshauptstadt zu einem großen Erfolg für die Terrex werde

Terrex goes Berlin

Die Kelten kommen“………. Lautet das Motto einer Großveranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit 2008 in Berlin. Und die Terrex gGmbH nimmt an dieser Veranstaltung teil.

berlin4

Diese findet statt am  3. Oktober 2008, in der Vertretung des Saarlandes, in den Ministergärten 4 in Berlin. Dieser Tag der offenen Tür in der Vertretung des Saarlandes beim Bund ist Anlass für eine besondere "Völkerwanderung", der sich auch die Terrex  gGmbH angeschlossen hat. Eine ganze Truppe “saarländischer Kelten“ bereitet sich zur Zeit auf dieses Ereignis und die dazu erwarteten 10.000 Besucher vor.

Die Terrex wird in Berlin  ihr archäologisch-touristisches Programm vorstellen. Highlight wird hierbei das von der Terrex ins Leben gerufene europäische Kunstprojekt „Cerda&Celtoi“ sein, das zusätzlich auch von der Europäischen Akademie Otzenhausen beworben wird. Zusätzlich präsentiert die Terrex eine Ausstellung zum Thema „Der Hunnenring bei Otzenhausen – größte keltische Festung Europas“. Schwerpunkt liegt hierbei in der Vorstellung des Denkmals, sowie den seit 10 Jahren laufenden Ausgrabungen.

Weiterhin können Besucher aus einer ganzen Palette von archäologischen, kulturellen und touristischen Angeboten wählen: Die "Saar-Kelten" lassen zwischen 10.00 und 20.00 Uhr keltisches Leben aus unserer Region vor 2000 Jahren lebendig werden. Wir laden herzlich ein zu einer Ausstellung keltisch inspirierter Werke des Künstlers Gliaugir, zu keltischer Musik, authentischen keltischen Handwerksdarstellungen sowie einem informativen Programm keltischer Akteure im Saarland: dem grenzüberschreitenden Europäischen Kulturpark Bliesbrück-Reinheim, den Keltengruppen Treveri Primantiani und Aregallia. Also: „lets go Berlin

Neue Ausgrabungen unserer Terrex Kooperationspartner

Seit August 2008 graben wieder die wissenschaftlichen Partner der Terrex gGmbH am „Hunnenring“ Otzenhausen.

Wie im Vorjahr steht auch während dieser Kampagne der Festungsbau im Focus des Interesses. Zwei Grabungsteams untersuchen den Aufbau der Festungsmauern auf ihre Konstruktionsweise und ihre Datierung. Hierdurch erhoffen sich die Wissenschaftler Klarheit über die Entstehungsgeschichte und Genese des Bauwerkes zu erlangen.

Nachdem 2007 ein Wallschnitt (Schnitt durch den Versturzwall der ehemaligen Festungsmauer) im Bereich der Hauptburg, nahe des Eingangstores zahlreiche Erkenntnisse erbrachte, wurde nun ein Schnitt durch die Mauer der Vorburg angelegt. In diesem Burgbereich wurde zuvor noch nie gegraben. Eine spannende Grabung, die bereits durch eine Anzahl Keramikfunde belohnt wurde. So werden erstmals Erkenntnisse über diesen rätselhaften Burgbereich gewonnen.

Mit dem 3. Schnitt wird eine Erd-Steine-Mauer untersucht, von deren Existenz die Forscher um Dr. Fritsch und Frau Dr. Hornung bis vor kurzem nichts wussten. Neueste Luftbildbefliegungen und deren Auswertung durch die TH Mainz, Frau Dr. Boos ließen östlich der NO Ecke des mächtigen Nordwalles eine bislang unbekannte Mauer mit vorgelagertem Graben erkennen. Diese zieht sich über den gesamten Steilhang. In ihr wird die älteste Bauphase des Ringwalles vermutet. Eine kleine Sensation für die Forschung, ein großer Schritt in Richtung Enträtselung der Burg und ihrer Geheimnisse. Eine Anzahl datierbarer Funde und von Holzkohleresten wird nach ihrer Auswertung die Aufklärung dieser Vermutung erbringen.

Wallschnittgrabung nähe des Nordwalls

Erstmals in der Geschichte der Ringwallforschung beteiligten sich im August vier junge Wissenschaftlerinnen einer ausländischen Universität an den Forschungsgrabungen. Die Archäologinnen der Universität Durham, GB, bereiten sozusagen eine Forschungskooperation vor, die im nächsten Jahr gefestigt und ausgebaut wird (SZ berichtete).

Die Grabungskampagne läuft noch bis Mitte Oktober.

Neueste Forschungen bringen bedeutende Funde zu Tage

Das Einzugsgebiet des Ringwalles „Hunnenring“ umfasst einen Radius von mehreren Kilometern, innerhalb dessen sich 3 Siedlungszonen der Kelten feststellen lassen. Alle standen in direktem Bezug zur Festung, die vermutlich als Machtzentrum und Verwaltungsort  diente. Besonders das nordwestlich gelegene des „Hunnenrings“ gelegene Siedlungsgebiet weist eine hohe Besiedlungsdichte mit bedeutenden Fundstellen auf.

Neben der FÖJ Praktikantin Anna Scheffler nahmen mit Achim Köcher aus Nonnweiler, Horst Zwetsch, Birkenfeld, Volker Strack, Bosen und Manuel Meier, Otzenhausen als ehrenamtliche Helfer an den Ausgrabungen teil. Ohne die Hilfe dieser Personen hätten die Ausgrabungen nicht durchgeführt werden können!

Oberflächenfunde im Frühjahr 2008 verwiesen nun auf die akute Zerstörungsgefahr eines bedeutenden, spätkeltisch – römisch datierenden Friedhofs unweit der Schanzanlage. Die Nekropole unweit einer römischen Schanzanlage. Schlüsselstellung in der Erforschung des gesamten Raumes, so dass Projektleiter Dr. Fritsch auf Anfrage des Trierer Landesdenkmalamtes eine Rettungsgrabung organisierte.

Die im März-Juni 2008 durchgeführten Ausgrabungen erbrachten mindestens 12 Brandgräber mit zum Teil herausragenden Fundbeigaben. Ein bronzenes Schmuckkollier, bestehend aus 6 bootsförmigen Anhänger aus der späten Eisenzeit und eine Tierfibel in Form eines springenden Fuchses sind nur zwei der vielen Funde, die auf die Bedeutung und auch Qualität der Funde hindeuten.

Die Terrex erhofft sich durch ihre Arbeiten auf eine Initialzündung seitens des Landes Rheinland-Pfalz, um einer Zerstörung dieses historisch bedeutenden Denkmals zuvor zu kommen. Jedenfalls bedarf es weiterer umfassender Grabungen, deren Ergebnisse auch die Fragestellungen hinsichtlich der Bedeutung der Otzenhausener Keltenfestung lösen helfen.

TF

(April 2008)

Terrex als Retter in der Not

Im Rahmen einer Rettungsgrabung werden mehrere akut gefährdete Brandgräber bei Hermeskeil geborgen. Die im Frühjahr bei einer Feldbegehung entdeckten Grabreste beziffern sich mittlerweile auf ca. 14 Gräber und den zum Gräberfeld gehörigen Verbrennungsplatz. Um die Reste vor der totalen Zerstörung zu schützen führen Dr. Thomas Fritsch mit der Terres Praktikantin Anna Scheffler und weiteren ehrenamtlichen Helfern des Freundeskreis keltischer Ringwall ev. Notmaßnahmen durch. Mit Erlaubnis der Trierer Denkmalpflege werden die vorhandenen Grabreste geborgen, dokumentiert und fotografiert. Besonders erwähnenswert auch das uneigennützige Entgegenkommen des zuständigen Grundstückseigentümers und Landwirts Herr M. Hares, Hermeskeil.

Wissenschaftlich liegt die besondere Bedeutung des Gräberfeldes in seiner unmittelbaren Nähe zu der jüngst erforschten Schanzanlage „Grafenwald“ einer vermutlich römischen Feldbefestigung aus der Zeit kurz vor Christi Geburt. Eindeutig auch der Bezug zum 3,5 km entfernten „Hunnenring“ dessen Nutzung vermutlich in gleicher Zeit zu Ende ging. Lag hier die römische Militärgarnison zur Überwachung des Ringwalles?

Terra-Sigillata Gefäß des 2. Jhd. n. Chr. aus der Rettungsgrabung bei Hermeskeil.

Den Bodenschätzen auf der Spur

Ein Team der Universität Mainz, Fach Vor- und Frühgeschichte widmet sich in seinem Praktikum der Lokalisierung und Identifizierung lokaler Bodenschätze. War tatsächlich das Eisen die Basis keltischen Reichtums um den „Hunnenring“. Welche anderen Bodenschätze gibt es in der Region?

Ein Team unter Leitung von Prof. P. Haupt und Dr. S. Hornung geht mit Hilfe von Geologen dieser Fragestellung nach. Erz- und Schlackeproben werden hierbei eingesammelt um sie von Spezialisten anderer Universitäten untersuchen zu lassen.

 

Zur Bergung von Bodenschätzen werden Baumstümpfe untersucht.

Einen Dank den Maulwürfen und Wildschweinen

Sagen die Studenten, die Dr. P. Jung bei den Kartierungsarbeiten in Schwarzenbach, Flur „Spätzrech“ unterstützen. In den Wiesengeländen werden von Wildschweinen aufgewühlte Flächen und Maulwurfshügel auf kleinste Funde hin untersucht. Die dadurch gewonnene Fundverteilung wird kartiert, so dass sich ein Bild von der tatsächlichen Ausdehnung der Siedlung ergibt. „Von der These eines Heiligtums sind wir mittlerweile abgerückt. Die keltisch-römische Siedlung zu Füßen des „Hunnenrings“ hat mittlerweile die Ausdehnung einer ländlichen Kleinstadt (vicus) erreicht“, so Dr. Fritsch von der Terrex. Lag hier die Folgesiedlung die nach Aufgabe der Festung besiedelt wurde?

Studentin bei der Bergung von Kleinfunden aus Maulwurfshügeln

Experimentelles vom Ringwall

Im Projekt Ringwall hatte die experimentelle Archäologie schon immer einen hohen Stellenwert. In diesem Jahr wurde bereits mit der Uni Saarbrücken, dem Museum Birkenfeld, dem Freundeskreis keltischer Ringwall e.V. und der Regionalschule Birkenfeld ein Schulprojekt zum Thema Rennöfen und Eisenschmelzen durchgeführt. Vor dem Museum Birkenfeld bauten Schüler und Lehrer einen keltischen Rennofen unter Leitung von Dr. T. Fritsch. Tags zuvor hatten E. Müller, E. Linn und H. Zwetsch vom Freundeskreis keltischer Ringwall e.V. bereits einen funktionalen Ofen gebaut, an dem sich die Schüler orientieren konnten. In diesem Ofen wurde auch ein Schmelzversuch von Eisenerz durchgeführt. Die Ergebnisse sind im Museum Birkenfeld zu sehen.

Zur Zeit bauen Teilnehmer des Wiaf Grabungsteams Ringwall unter Leitung von M. Koch und Dr. T. Fritsch einen Einbaum. Aus einem 6m langen Pappelstamm wird ein typisches Boot der Vorzeit gebaut, mit dem auch die Kelten auf Binnengewässern und Seen unterwegs waren. Ziel ist es im nächsten Jahr die Saar von der Quelle bis zur Mündung zu befahren und bei den Gästen hierbei möglichst viel Interesse an der Arbeit der Terrex und den Kelten speziell zu vermitteln.

Die gewonnenen Erfahrungen in der Ausführung antiker Handwerkstechniken dient den Archäologen dazu, Ergebnisse und Funde aus ihren Grabungen besser zu verstehen.

Rennofenbau vor dem Museum Birkenfeld: v.l. Dr. T. Fritsch-E. Linn-H.Zwetsch-E.Müller

Grabungen am Ringwall 2008

Terrex gGmbH und Wiaf werden in diesem Jahr mit ihrem Kooperationspartner, der Uni Mainz, einen Wallschnitt im Bereich der Vorburg durchführen. Weiterhin soll dort eine Innenfläche untersucht werden um mehr Informationen über die Funktion der Vorburg des „Hunnenrings“ zu erhalten. Weiterhin werden die Grabungen im Bereich des römischen Tempelchens auf dem Burgrücken in der Hauptburg fortgeführt. Erstmals werden im Sommer auch Teilnehmer eines neuen Kooperationspartners, der Universität Durham, GB, an den Grabungen teilnehmen.

 

 

Es war aber auch jene  Periode die den beginnenden beginnenden Niedergang des römischen Reiches einläutete. Die damit verbundenen, zunehmenden Beutezüge germanischer Horden könnten auch für das Ende der Fundstelle am "Spillert" ausschlaggebend gewesen sein. Verbannte Dachziegel deuten jedenfalls auf ein Ende des Gebäudes mittels eines Brandes hin.

 

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